Internationales Lyrikfestival Meridian Czernowitz 2017

CZERNOWITZ – so wurde das österreichische Tscherniwzi zur Zeit der Habsburger Monarchie genannt. Diese Stadt gilt gerecht als heimliche Literaturhauptstadt Europas. Hier lebten und dichteten Olha Kobylanska und Jurij Fedkowytsch, Rose Ausländer und Georg Drozdowski, Josef Burg, Elieser Steinbarg, Itzik Manger, Gregor von Rezzori, Mihai Eminescu und der geheimnisvollste europäische Poet der Nachkriegszeit Paul Celan. In seiner Georg-Büchner-Preis-Rede „ Der Meridian“, die er 1960 bei der Preisverleihung gehalten hat, wird das Wort MERIDIAN nicht nur als rein geografischer Begriff interpretiert, sondern auch als ein philosophischer Begriff, der mit Literatur verbunden ist. Zwei Jahre danach bei der Verleihung eines anderen Preises hat Paul Celan seine Heimatstadt als eine Gegend, „in der Menschen und Bücher lebten“ bezeichnet.

Das Internationale Lyrikfestival MERIDIAN CZERNOWITZ ist eine Veranstaltung, die auf dem Fundament des Kulturerbes von Czernowitz gebaut wurde, ein Erzeugnis des genetischen und historischen Gedächtnisses seiner Einwohner. Das Ziel des Festivals ist die Etablierung von Czernowitz auf der Kulturlandkarte Europas und die Entwicklung eines Dialogs zwischen gegenwärtigen ukrainischen Dichtern und ihren ausländischen Kollegen.

Teilnehmer des Festivals sind bekannte und interessante Dichter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, den USA, Dänemark, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Russland, der Ukraine u.a. Der Hauptteilnehmer des Festivals ist aber die Stadt selbst, wo sich zahlreiche poetische Lesungen, Vorlesungen, Diskussionen, Buchpräsentationen, literarische Spaziergänge, Musik-Poesie-Abende, Wein-Zigarren-Poesieabende und Theaterperformance stattfinden.

Textquelle: http://www.meridiancz.com/de/festival

Festivalprogramm 2017

«Frauenliebe und Leben»: Text-Lieder-Abend

Schumanns Liederzyklus «Frauenliebe und Leben» zeichnet die Abschnitte im Leben einer Frau nach: angefan- gen bei ihrer ersten Begegnung mit dem Mann, den sie liebt, über ihre Verlobung, Hochzeit, ihrem Leben als Mutter bis hin zur Trauer beim Tod ihres Gatten. Dazwischen spiegelt der Aargauer Autor Sascha Garzetti in seinen eigenen Texten die Gedichte von Adelbert von Chamisso in diesem Zyklus; denn diese sollen nicht konser- viert, sondern auf neue Möglichkeiten hin geöffnet werden. Dabei lassen die literarischen Skizzen eines Frauen- lebens v. a. dort Spielraum, wo sie etwas verschweigen. Sopran: Andrea Hofstetter; Klavier: Stefka Rancheva.

Freitag, 1. September, 20.15 Uhr Eintritt: Fr. 30.–/20.– (Kinder: Fr. 7.–) Ort: Burghaldenhaus, Schlossgasse 19, Lenzburg
Vorverkauf nur hier: Tourismus Lenzburg Seetal, Kronenplatz 24, Tel. 062 886 45 42, email hidden; JavaScript is required

In Zusammenarbeit mit den Musikalischen Begegnungen Lenzburg.