Biobibliografie

Sascha Garzetti, 1986 in Zürich geboren. Studium der Germanistik, Geschichte und Nordistik an der Universität Zürich. Auslandsemester an der Universität Stockholm 2011. Danach Lehrdiplom für Maturitätsschulen an der Universität Zürich. Unterrichtet an der Kantonsschule Baden. Schreibt Gedichte und Prosa. (Bild: Julia Weber)

Eigenständige Publikationen:

  • Vom Heranwachsen der Sterne, Gedichte, Wolfbach Verlag, Zürich 2010.
  • Gespräch in der Manteltasche, Gedichte, Edition Isele, Eggingen 2012.
  • Und die Häuser fallen nicht um, Gedichte, Wolfbach Verlag, Zürich 2015.
  • Mund und Amselfloh, Gedichte, Wolfbach Verlag. Zürich 2018

Auszeichnungen:

  • Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums 2009
  • Heinz-Weder-Anerkennungspreis für Lyrik 2011
  • Lektoratsbeitrag des Aargauer Kuratoriums 2016

Stimmen, Sager:

„Indem sie sich mal spielerisch auf sich selbst bezieht, mal literarische Vorbilder anruft, baut Sascha Garzettis Lyrik darauf, dass das, was wir Wirklichkeit nennen, sprachlich verfasst sei. Durch ihren einnehmenden Flow und die treffenden Sprachbilder wirkt sie dennoch wie unmittelbar aus dem Leben gegriffen.“

Programm der Solothurn Literaturtage 2019

„Seine Zeilen fallen nicht nur, wie der Schnee in seinen Gedichten der „Landschaft auf den Mund“, sondern seine Mundvokabeln fallen direkt ins Gespür und werden dann vom Herzmuskel heraus buchstabiert. So möchte man nach dem Lesen in Anlehnung an den ersten Gedichtzyklus sagen: Vielleicht kann, wenn wir (seine) Lyrik lesen, etwas aus uns werden“

Büchermagazin Wagner’sche zu „Mund und Amselfloh“

„[E]in Lyrikband voll sinnlicher Metaphorik, woraus sich uns eine reizvolle Bild-Artistik eröffnet, die an Facettenreichtum nichts zu wünschen übrig lässt. Hier wird die Realität einzigartig ästhetisiert und vielleicht lässt sich mit den Worten sogar an eine Türe klopfen, hinter der sich die Geheimnisse des Lebens verbergen, denen dieses Buch nachgespürt.“

PRO LYRICA/Cornel Köppel zu „Mund und Amselfloh“

„Die Unruhe beruht auf einem steten Unterwegssein, das mit einem Zyklus in Paris, mit einem andern in Stockholm oder Oslo Halt macht. Es ist eine Suche nach Bildern – wunderbar glückend wie beispielsweise auf der Galata-Brücke in Istanbul: So hängt das Meer an hundert Haken /die Angler: jeder in seiner Stille. „

Viceversa/ Beat Mazenauer zu „Mund und Amselfloh“

„Und genau das kann Sascha Garzetti: der Sprache vorgehen, sich einwippen in unser Zuhören, unser Zulesen und in unser Herz.“

Lyriksendung: Wortflair – Radio Freirad Innsbruck/ Siljarosa Schletterer zu „Mund und Amselfloh“

„Von einem Du, das nicht mehr ist, von Erinnerungen, und von der Suche nach der Kraft der Sprache sind Sascha Garzettis Gedichte beseelt und beflügelt.“

Aargauer Zeitung/ Florian Bissig zu „Mund und Amselfloh“

„Das Ganze erscheint als kunstvolles Büchlein und ist als Hommage an Schenkers Heimatstadt Baden gedacht. Dort sind auch der Poet Sascha Garzetti und die Illustratorin Salome Eichenberger aufgewachsen. Alle drei bringen Baden auf ihre Art zum Klingen und Schwingen. Wer sich einlässt auf diese trimediale Hommage, entdeckt stimmige Gleichklänge, Verweise und Bezüge: Kunst auf eine neuartige und im besten Sinne unterhaltsame Art.“

Kulturtipp 13/17/ Frank von Niederhäusern zu „Am Kesselgrund der Nacht“

„Die alltäglichen Dinge, durchsetzt von kleinen Irritationen, liefern den Stoff für diese Gedichte und öffnen ein weites Spektrum in dem Privates, Naturhaftes, Reisebilder und lakonisch Nachgedachtes Platz finden. Mit genauem Blick, präziser Sprache und genauem Ton sind die Verse formuliert und geprägt vom Rhythmus und der Musikalität der Sprache.“

Programm der Solothurner Literaturtage 2016

„Garzetti führt einen beredten Dialog mit der Natur, findet in ihr den adäquaten Ausdruck dessen, was die Existenz sein könnte. Damit kürt er sich selbst zu einem ganz großen, außergewöhnlichen Dichter unserer Zeit, weil er sich von spekulativen Sprachexperimenten fern hält, nicht zwanghaft originell sein will, sondern Themen sucht und findet, über die es sich lohnt zu sprechen, mehr noch, zu schreiben. Es sind Themen, die die Lyriker immer schon umgetrieben haben: Liebe, Freundschaft, Vergänglichkeit, Hoffnung und Erinnerung. Er schreibt über die Natur, ohne dabei Naturlyrik bemühen zu müssen.“

www.literaturgeschichten.net/ Raimund Bahr zu „Und die Häuser fallen nicht um“

„Mit einfachen Worten malt er Bilder und macht dabei das Unbeschreibbare – die Stimmmung – spürbar. […] von ungeheurer Schönheit.“

Aargauer Zeitung/ Julia Bänninger zu „Und die Häuser fallen nicht um“

„Still und innig sind diese beiläufig und doch dringlich anmutenden Gedichte. Sie stehen in der Tradition von Klaus Merz […].“

NZZ am Sonntag/ Manfred Papst zu „Und die Häuser fallen nicht um“

„Aus den Erinnerungen an die Grosseltern schöpft er das poetische Potenzial, um mit sanftem Blick die alltäglichen Dinge zu bezeichnen. Oft findet er dabei eine feine Metapher, eine kleine Verfremdung, die seine Bilder dem Banalen entziehen. Meisterstücke gelingen ihm, wo sich seine Beobachtungen mit dem Material des lyrischen Prozesses vermischen.“

NZZ/ Philipp Auchter zu „Und die Häuser fallen nicht um“

„Klug, kurz und kitschfrei – so sind die Gedichte von Sascha Garzetti. Er dreht und wendet die Sprache, er spreizt und staucht sie, bis scheinbar wohlbekannte Wortbedeutungen plötzlich mit einem ganz neuen Sinn zum Stillstand kommen.“

Der Sonntag/ Anna Kardos zu „Gespräch in der Manteltasche“

„Garzetti erzählt uns von diesem inzestuösen Ineinander von Sprache und Körper, dieser Beziehung zu einem „Du“, die auch eine Beziehung zur eigenen Sprache ist: Die Verse legen davon Zeugnis ab, wie wir uns in der Sprache finden – und uns in ihr missverstehen. Mit seiner „Körper“-Sprache gehört er nun definitiv zu den originelleren Stimmen der jungen Schweizer Lyrik.“

Aargauer Zeitung/ Julia Stephan zu „Gespräch in der Manteltasche“

„Das Wort wird für den Dichter zum exemplarischen Ort, an dem ihm das Du begegnet. Diesem reflektierten Verhältnis entspricht die ausgefeilt karge Form von Garzettis Gedichten, die immer danach streben, mit einem Minimum an Mitteln ein Maximum an Ausdruck zu erreichen.“

Literaturzeitschrift Orte/ Virgilio Masciadri zu „Gespräch in der Manteltasche“

„Seine Verse sind allzu oft wie aus der Schreibwerkstatt, noch unfertig und ohne die existenzielle Notwendigkeit guter Gedichte. […] Leider sind die Seiten des Bändchens weder numeriert, noch besitzt er ein Inhaltsverzeichnis, was um so bedauerlicher ist, als Garzettis Gedichte keine Titel tragen.“

Südkurier/ Jochen Kelter zu „Vom Heranwachsen der Sterne“